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2. Vorbesprechung zur Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

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Bestimmung mehrerer nationaler Teil-Knoten

Zeit und Ort: 25.06.2001, 10:30 - 16:00 Uhr BMBF, Raum 1348 Teilnehmer: siehe Anlage

Tagesordnung

TOP 1:    - Begrüßung durch das BMBF (Rieland)
    - Anschubfinanzierung zur Realisierung der Knotenstruktur
    - GBIF als nationale Aufgabe
    - Festlegung der Tagesordnung
TOP 2:    - Status von GBIF-international (Häuser)
TOP 3:    - GBIF-national:
    - Einleitung/Zieldefinition (Berendsohn)
    Kurz-Berichte der jeweiligen Teilbereichssprecher:
    - IT-Bereich (Begemann)
    - Teilbereich - Arthropoden (Haszprunar)
    - Teilbereich - Mikroorganismen (Stackebrandt)
    - Teilbereich - Pilze (Triebel)
    - Teilbereich - Pflanzen (Greuter)
    -  Mariner Bereich (Türkay, vertreten durch Herrn Elbrächter)
    - Teilbereich Wirbeltiere (Naumann)
TOP 4:    - Festlegung der Knotenstruktur
TOP 5:    - Bedarfsanalyse zur technischen Umsetzung der Knotenstruktur
TOP 6:    - Konzeptpapier GBIF-national (Defizite, Arbeitsprioritäten, etc)
TOP 7:    - Verschiedenes

Ergebnisprotokoll

Zu TOP 1 der Tagesordnung: Herr Rieland begrüßt die Sitzungsteilnehmer und unterstreicht die Wichtigkeit der internationalen GBIF-Initiative zur Vernetzung und freien Verfügbarmachung der vorhandenen Daten zur biologischen Vielfalt über das Internet. Deutschland möchte hierzu den erforderlichen nationalen Beitrag leisten, wozu in einem ersten Schritt das BMBF eine Anschubfinanzierung zur Bildung der nationalen Datenportale (hier genannt Teilknoten) leisten möchte. Wegen der derzeitigen Haushaltssituation können jedoch derzeit keine belastbaren Aussagen über Umfang und Förderbeginn dieser auf drei Jahre beschränkten Anschubfinanzierung gemacht werden. Auf der Grundlage des Besprechungsergebnisses der zurück liegenden Sitzung im Februar in Bonn und der Teilbereichsbesprechungen (Protokolle wurden bereit gestellt) wird es für Deutschland sinnvoll sein, mehrere Teilknoten zu bilden. Die Aufgabe dieser Teilknoten wird darin bestehen, die eigenen Daten anzubieten und durch Vernetzung mit weiteren Datenbanken des entsprechenden taxonomischen Teilbereiches die dort vorhandenen Daten virtuell zu vereinen. Die längerfristige Aufrechterhaltung der geschaffenen nationalen GBIF-Struktur muss durch die schrittweise Institutionalisierung der entsprechenden Aufgaben erfolgen. Auf Grund der großen Fülle der noch zu erschließenden Datenbestände müssen Prioritäten gesetzt werden. Eine zufriedenstellende Erfüllung der bestehenden Aufgaben wird mittelfristig nur dann erreicht werden können, wenn GBIF als nationale Aufgabe verstanden wird, an der sich die entsprechenden Bundes- und Länderressorts sowie die Förderinstitutionen, die Datenbankbetreiber und Sammlungsbesitzer aktiv beteiligen.

TOP 2: Herr Häuser schildert den derzeitigen Stand von GBIF-international und berichtet vorrangig über die Ergebnisse der zweiten Sitzung des Governing Boards (GB) in Bad Honnef (15.-17.6.2001; siehe auch www.gbif.org). Dänemark / Kopenhagen wird der Sitz des internationalen GBIF-Sekretariates. Zur Zeit erfolgt die Strukturierung des Science Committees (SC) durch je einen GB-Vertreter aus Australien (Chair: John Curran), der Niederlande (Vicechair: Wouter Los) und Spanien (Vicechair: Esteban Manrique). Es sollen zunächst 4 Untergruppen gebildet werden, die zu folgenden Themen das GBIF-Arbeitsprogramm präzisieren sollen: * Data Access and Database Interoperability * Electronic Catalogue of Names of Known Organisms * Digitization of Natural History Collection Data * Outreach & Capacity Building Herr Häuser führt aus, dass die Sitzungsteilnehmer den Delegierten Deutschlands Vorschläge für potentielle Kandidaten für das SC mitteilen können. Das GB sieht in den o.g. Teilbereichen die Aufgabenbereiche, die in der Startphase von GBIF vorrangig bearbeitet werden sollen. Herr Häuser berichtet zudem über die Vorgehensweise und den Zeitplan zur Benennung des Exekutivsekretärs, die Anzahl der derzeitigen GBIF-Mitglieder und über den Ebbe Nielsen-Preis. Auf der dritten GB Sitzung, die für den 11./12.9.2001 in Paris terminiert ist, sollen die Delegierten jeweils über den Stand der nationalen Bemühungen zur Errichtung der nationalen Knoten berichten.

TOP 3: Herr Berendsohn berichtet über den derzeitigen Stand beim Aufbau einer Knotenstruktur in Deutschland. Ziel ist die Schaffung von Datenzugangssystemen. Es soll ein flexibles Netzwerk aufgebaut werden, in dem die unterschiedlichen, bestehenden Systeme integriert werden. Verschiedene Fragestellungen sollen im gesamten Netz abfragbar und bearbeitbar sein. Zur Realisierung dieser Ziele bestehen derzeit jedoch noch Mängel, die u.a. in einem Eckpunktepapier der IT-Arbeitsgruppe schwerpunktmäßig aufgezeigt werden (siehe entspr. Protokoll). Herr Berendsohn führt aus, dass die angestrebte Datenerfassung sowohl die Bestände naturhistorischer Sammlungen, aber auch Lebendsammlungen etc umfassen soll. Das angestrebte deutsche Netzwerk wird nach taxonomischen Gesichtspunkten in Teilknoten untergliedert. Jeder Teilknoten wird in Deutschland für seinen taxonomischen Bereich eine koordinative Rolle übernehmen, indem eine Vernetzung mit weiteren wichtigen Datenbanken/Sammlungen dieses Bereiches erreicht werden soll. Für eine externe Anfrage an den Teilknoten werden die somit erfassten Daten in dem deutschen Netzwerk virtuell vereint. Darüber hinaus sollen auch Abfragen über mehrere taxonomische Bereiche hinweg ermöglicht werden. Neben der Notwendigkeit, die nationalen Aktivitäten - später auch mit Unterstützung des GBIF-Sekretariates - mit dem internationalen Umfeld zu koordinieren, betont Herr Berendsohn die prinzipielle Eigenständigkeit von GBIF-national. Die derzeit im BIOLOG-Förderschwerpunkt des BMBF geförderten Projekte des Teilbereiches Biodiversitätsinformatik werden nach seiner Einschätzung einen deutlichen Beitrag zu GBIF-national leisten können.

Im Anschluss an diese Übersichtdarstellung stellen die Sprecher der am 12.2. vorgeschlagenen Teilbereiche die Ergebnisse der workshops dar, in denen vorrangig jeweils ein vorgegebener und einheitlicher Fragenkatalog abgearbeitet wurde (siehe Anlage). In Abänderung der TO erfolgten die Kurzberichte in der protokollierten Reihenfolge. Im wesentlichen wurde jeweils auf die vorliegenden Ergebnisprotokolle der Workshops verwiesen. Im folgenden wird auf die detaillierten Zuständigkeiten nicht eingegangen, da diese Einzelheiten den entsprechenden Protokollen der Arbeitsgruppen entnehmbar sind:

IT-Teilbereich Herr Begemann sieht bei der Entwicklung eines effizienten flexiblen nationalen GBIF-Informationssystems eine Nutzung der bereits vorhandenen Strukturen als Grundvoraussetzung an. Er betont das von den IT-Sitzungsteilnehmern erarbeitete Eckpunktepapier, in dem unter dem Punkt "Optimierungsmöglichkeiten" einige wichtige nationale Aufgaben ausgearbeitet worden sind, deren Ergebnisse von allen Teilknoten benötigt würden. Dies betrifft z.B. Thesauri, die entwickelt werden müssten und unterschiedliche Werkzeuge zur Datentransformation, Datenanalyse, sowie zur Daten-Diagnose (Bildanalyse, Stimmenidentifizierung, etc.). Weitere Punkte betreffen eine optimierte Integration und Aggregation von Daten sowie einer verbesserten Weiterleitungsmöglichkeit von Anfragen.

Als Instrument einer verbesserten nationalen Abstimmung dieser Aktivitäten mit den betroffenen Teilknoten empfiehlt die IT-Arbeitsgruppe, die offen für die Mitarbeit weiterer Experten ist, die Bildung eines nationalen Leitungsgremiums, bestehend aus den Koordinatoren der jeweiligen Teilknoten. Dieses Leitungsgremium könnte zudem gegenüber GBIF-international als "Nationaler Knoten" auftreten.

In der nachfolgenden Diskussion wurde zudem die Notwendigkeit zur Entwicklung von Sprachübersetzungssystemen, der Einarbeitung von "common names" und geografischer Referenzsysteme betont. In diesem Zusammenhang erwähnt Herr Backhaus (DLR, DFD) die derzeitigen DLR-Überlegungen, ein bestehendes Datenbanksystem zu Fernerkundungsdaten (DIMS - Daten Informations- und Management System) auf GIS-Daten global auszuweiten. Herr Jürgens (DIVERSITAS-D) weist hierbei auf die Wichtigkeit der Erfassung des Wandels der Biodiversität in Raum und Zeit hin - eine Zielsetzung, die z.Z. in Zusammenarbeit mit dem DFD in BIOLOG-Projekten (BIOTA) durch Schaffung entsprechender umfassender GIS-Systeme für einige Gebiete in Afrika verfolgt wird. Die ZADI wird von der IT-Arbeitsgruppe als IT-Teilknoten vorgeschlagen.

Teilbereich Prokaryonten und Viren Herr Stackebrand weist darauf hin, dass die DSMZ derzeit ca. 10.000 Datensätze zu Prokaryonten und Viren über das Internet zugänglich macht. Es existieren zudem jedoch Datensätze, die aufgearbeitet werden müssten. Der in diesem Teilknotenbereich relevante industrielle Beitrag ist noch nicht gegeben. Als Problem stellt er vor allem den Erhalt der für diesen Bereich unverzichtbaren Lebendsammlungen dar. Es gibt derzeit viele Spezialsammlungen, die als hochgradig gefährdet einzustufen sind, da oft keine Institutionen für eine langfristige und kostenintensive Aufbewahrung gefunden werden können. Für die Datenbanken wird ein qualitativer Mindeststandard gefordert. Von einer Notwendigkeit zur Lebendmaterialhinterlegung wird bei intrazellulären Bakterien abgesehen. Eine Kompetenz für Pilze liegt bei der DSMZ nicht vor, was für die Einrichtung eines speziellen Teilknotens für die Pilze spricht. Blaualgen sollen dagegen im Teilknoten Prokaryonten und Viren aufgenommen werden. Das DSMZ wird von der entsprechenden Arbeitsgruppe als Teilknoten für den Bereich Prokaryonten und Viren vorgeschlagen.

Teilbereich Pilze Für diesen Bereich existieren in Deutschland einige bedeutende, jedoch von System und Aufbau her unterschiedliche Einzeldatenbanken und Informationssysteme (siehe Protokoll "GBIF-Workshop Mykologie"). Soweit nicht bereits am Internet, müssten diese in geeigneter Weise weiterentwickelt werden, um online präsentiert und vernetzt werden zu können. Neben der "Digitization of Natural History Collections Data" sieht die Arbeitsgruppe als möglichen wesentlichen Beitrag die verstärkte Einbeziehung deskriptiver Daten, da hier langjährige Erfahrung besteht. Das Land Bayern unterstützt derzeit die Bot. Staatssammlung in München mit einer Personalstelle zur Bearbeitung mykologischer Aufgabenstellungen im Bereich Internet. Die Arbeitsgruppe empfiehlt die Bot. Staatssammlung in München als Teilknoten für den Bereich Mykologie.

Teilbereich Pflanzen Für diesen Bereich wird ebenfalls auf die Ergebnisse der zurück liegenden Sitzung verwiesen und betont, dass man bereit sei, Protisten in diesem Teilbereich mit aufzunehmen. Die bestehenden Datenbanken dieses Bereiches müssten unter Mithilfe des IT-Bereiches zukünftig weiter miteinander vernetzt werden. Der Vorschlag der IT-Arbeitsgruppe zur Bildung eines Leitungsgremiums wird ausdrücklich befürwortet. Der Teilbereich bildete 5 thematische Unterbereiche (siehe Protokoll), die derzeit in separaten Besprechungen den status quo analysieren und prioritäre Arbeitsfelder erarbeiten wollen. Herr Greuter betont, dass speziell die Herbardaten einen unzureichenden elektronischen Erfassungsgrad aufweisen. Prioritär sollte zukünftig eine Bestandsaufnahme sowie eine weitere Erfassung von Bild- und Etikettendaten realisiert werden. In der nachfolgenden Diskussion wird zudem die Notwendigkeit für ein räumlich verteiltes Monitoring betont. Auch die Erfassung weiterer Parameter, wie Blattstrukturen, Samenmerkmale, etc. wird, zum Beispiel in Hinblick auf Nutzungsaspekte, als sinnvoll bezeichnet. Die Arbeitsgruppe schlägt den BGBM Berlin als Teilknoten für den Bereich Pflanzen vor.

Arthropoden (Teil Insekten und Arthropoden II) Herr Haszprunar betont die große Artenzahl, die in diesem Teilbereich bearbeitet werden muss. Hierfür stehen derzeit leider relativ wenige Wissenschaftler zur Verfügung. Die für das Internet direkt verfügbare Datenlage wird als relativ schlecht eingeschätzt. Zur weiteren Bearbeitung werden Prioritätensetzungen vorgeschlagen (Typenerfassungen/Beitrag zum globalen Artenregister, Erfassung wichtiger Zusatzdaten/z.B. bei pathogenen Arten, Georeferenzierung von Beleginformationen). Bezüglich dieses Teilknotens wird wie im Protokoll der Arbeitsgruppe bereits dargestellt eine Unterteilung in zwei Bereiche (Insekten und kontinentale Evertebraten ohne Insekten) vorgeschlagen (Details, sowie die Abgrenzung zum marinen Bereich siehe Protokoll der Arbeitsgruppe). Dabei soll gemäß Vorschlag der Arbeitsgruppe der Bereich Insekten vom SMNS in Stuttgart und der andere Bereich durch die Zoologische Staatssammlung in München koordiniert werden (U-Ulm/Systax, sowie MUSIS sollen hierfür die zentrale Datenbank stellen). Stuttgart hat diesbezügliche Gespräche mit der Landesregierung bereits geführt. Weitere Datenbanken mit relevanten Beiträgen zu diesen Bereichen müssen miteinander vernetzt werden, um alle diesbezüglichen nationalen Daten über o.g. Teilknoten anbieten zu können.

Mariner Bereich In diesem Bereich bestehen günstige infrastrukturelle Voraussetzungen zum Betrieb eines nationalen Knotens, da das gebildete DZMB als institutionelle Aufgabe die Datenverwaltung und Datenbereitstellung mit einer entsprechenden technischen Infrastruktur und Personalbesetzung vorgesehen hat. Doch wie schon in anderen Bereichen bestehen auch im marinen Bereich Datenerfassungsdefizite. Eine Darstellung der inhaltlichen Zuständigkeit dieses Knotens wird im entsprechenden Protokoll der Arbeitsgruppenbesprechung gegeben. Die Arbeitsgruppe schlägt für den marinen Bereich als nationalen Knoten das FIS/DZMB vor.

Wirbeltiere Herr Naumann betont die auch in diesem Bereich vorhandenen Bearbeitungsdefizite. Um möglichst zeitig auch in diesem Bereich relevante Informationen bereit stellen zu können wird auch hier eine Bearbeitung nach Prioritätensetzungen vorgeschlagen. Hierzu bietet sich z.B. die Bearbeitung eines Primärtypenkataloges an, sowie zu speziellen target groups (z.B. Primaten, Fledermäuse, Kolibris), und bedrohten bzw. ausgestorbenen Arten. In der nachfolgenden Diskussion wird eine internationale Initiative erwähnt, in der Deutschland den Aufbau einer Datenbank zu Fischen koordiniert. Die Arbeitsgruppe schlägt das ZFMK als Teilknoten für den Bereich Wirbeltiere vor.

TOP 4 und 5: Es wird festgestellt, dass als nationale Knotenstruktur eine Untergliederung in 8 Teilknoten vorgeschlagen wird. Es besteht Konsens darüber, dass diese als gleichberechtigt anzusehen sind, wobei 7 dazu dienen, Daten bereit zu stellen, und einer (IT) dazu dient, Querschnittsaufgaben zu übernehmen. Die Sitzungsteilnehmer befürworten einstimmig die vorgeschlagene Untergliederung in 8 Teilknoten. Bezüglich der Querschnittsaufgaben der IT-Gruppe wird erneut die Notwendigkeit betont die Themen GIS und "common names" neben den anderen Punkten des Eckwertepapiers der IT-Gruppe zu beachten. Das BMBF hatte eine Anschubfinanzierung zur Bildung der nationalen Teilknoten unter der Voraussetzung zugesagt, dass eine Perspektive seitens der betroffenen Institutionen geboten werden kann, mittelfristig diese Aufgaben in die institutionelle Finanzierung zu übernehmen und bereits in der Startphase eine geeignete technische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Bezüglich der technischen Infrastruktur gaben die befragten Sprecher der Teilknoten jeweils an, dass eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung stehe. Herr Elbrächter (stellvertr. Sprecher für den marinen Bereich) sieht ggf. Probleme bzgl. Fossiliendaten. Die Frage nach der mittelfristigen institutionellen Finanzierung wurde eingehend diskutiert. Es wurde festgestellt, dass die derzeitigen Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind. Beim DZMB sind entsprechende Aufgaben de facto schon finanziell eingeplant, so dass eine langfristige Sicherung der Aktivitäten nach einer Anschubfinanzierung gewährleistet ist. Vielversprechend werden auch einige Gespräche gedeutet, die bereits zwischen den betroffenen Institutionen und den Länderministerien geführt wurden. Herr Greuter betont, dass er diesbezüglich Unterstützung durch das BMBF benötigt. Es besteht Konsens darüber, dass eine Überführung der nationalen GBIF-Aufgaben in eine institutionelle Finanzierung ein schrittweiser Prozess sein wird, der die Unterstützung durch das BMBF, anderer Bundes- und Länderressorts und der betroffenen Institutionen benötigt. Auf der Grundlage der besprochenen Randbedingungen wird von den Sitzungsteilnehmern einstimmig beschlossen, dass die Delegierten Deutschlands auf der kommenden Sitzung des GBIF-Governing Boards in Paris als Struktur für den deutschen GBIF-Knoten acht Teilknoten angeben sollen. 1. Informationstechnologie: ZADI, Bonn 2. Prokaryonten und Viren (incl. Blaualgen): DSMZ, Braunschweig 3. Pilze: BSM, München 4. Pflanzen (incl. Protisten): BGBM, Berlin 5. Evertebrata I (Insekten): SMNS, Stuttgart 6. Evertebrata II ZSM, München (Mollusca, Chelcerata, Myriapoda) 7. Evertebrata III; "Mariner Bereich" FIS/DZMB, Frankfurt/Wilhelmshaven (Annelieden, Crustaceen und übrige Evertebraten) 8. Wirbeltiere ZFMK, Bonn

TOP 6: Der im Rahmen der Bildung der 8 nationalen Teilknoten erforderliche Aufgabenkatalog muss in Form eines Förderantrages für BMBF/PT ausformuliert werden. Dieser Antrag soll entsprechend der beschlossenen Knotenstruktur in 8 Teilbereiche gegliedert werden und durch ein allen gemeinsames Rahmenkonzept eingeleitet werden. Die Teilknoten sollen die spezifischen Aufgaben, die im Rahmen der Anschubförderung finanziert werden sollen, detailliert darstellen. Bei der Antragstellung muss die unterschiedliche Ausgangssituation für jeden Teilbereich Berücksichtigung finden, um bei einem für alle Teilbereiche aus heutiger Sicht auf insgesamt maximal 3-5 Mio DM / Jahr angedachten Budget (vgl. auch TOP 1) eine möglichst für alle Knoten vergleichbare Internetpräsenz als Beitrag für GBIF erreichen zu können. Dem Projektträger sollte bis Ende 2001 ein begutachtungsfähiger Antrag vorgelegt werden, wobei die 8 Teilbereiche thematisch einzeln ausgearbeitet werden sollen und ein separates Kostengerüst beinhalten müssen. Die 8 Teilbereiche nehmen jeweils Bezug auf das o.g. gemeinsame Rahmenkonzept. Er wird durch den PT einer Begutachtung unterzogen werden. Eine Finanzierung wird voraussichtlich in Form von 8 separaten Einzelzuwendungen in 2002 erfolgen. Die Teilknotenkoordinatoren weisen darauf hin, dass eine 3-jährige Projektlaufzeit als zu gering angesehen wird.

TOP 7: Herr Berendsohn regt an, die Protokolle der Sitzungen zur Vorbereitung des nationalen Teilknotens zu GBIF über das Internet zugänglich zu machen. Dieser Gedanke findet Unterstützung, da GBIF als nationale Aufgabe zu verstehen ist und die Protokolle keinen vertraulichen Charakter haben. Herr Berendsohn bietet an, die Protokolle in der Institutshomepage übergangsweise einzustellen. (Hinweis: Zwischenzeitlich konnte die Domain http://www.gbif.de reserviert werden und wird in Kürze die wesentlichen Informationen zu GBIF-national enthalten).

Protokoll: Quintern (Nach Abstimmung mit BMBF, Begemann, Berendsohn, Bergweiler, Elbrächter, Greuter, Häuser, Haszprunar, Naumann, Stackebrandt, Triebel)


Teilnehmerliste

GBIF: Sitzung am 25.6.2001, BMBF, Raum 1348, 10:30 - 16:00 Uhr

Vertreter (Institution) Funktion

Bachmann (IPK, Gatersleben)
Backhaus (DLR-DFD, Köln)
Begemann (ZADI, Bonn) Sprecher f.d. Teilbereich Informationstechnologie
Berendsohn (BGBM-FU-Berlin) Deutscher Delegierter bei GBIF-international und
BIOLOG-Teilbereichskoordinator-Biodiv.-Informatik
Bergweiler (DLR, PT-UF, Bonn) Deutscher Delegierter bei GBIF-international
Deml (BBA, Berlin)
Elbrächter (DZMB, FIS, List) Vertreter von Herrn Türkay als Sprecher f.d. marinen Bereich
Froese (IfM, Kiel)
Greuter (BGBM-FU-Berlin) Sprecher f.d. Teilbereich Pflanzen
Groll (ZALF, Eberswalde)
Haszprunar (ZSM, München) Sprecher f.d. Teilbereich Arthropoden
Häuser (SMN, Stuttgart) Chair von GBIF international
Hirneisen (VIM, Gaggenau)
Holstein (SMN, Stuttgart)
Hoppe (U-Ulm)
Jürgens (U-Hamburg) Chair von DIVERSITAS Deutschland
Klotz (UFZ-Halle)
Koeppel (BfN, Bonn)
Linsenmair (U-Wuerzburg)
May (BfN, Bonn)
Naumann (ZFMK, Bonn) Sprecher f.d. Teilbereich Vertebraten
Quintern (DLR, PT-UF, Bonn)
Rambold (U-Bayreuth)
Rieland (BMBF, Bonn)
Roscher (ZADI, Bonn)
Stackebrandt (DSMZ, Braunschweig) Sprecher f.d. Teilbereich Prokaryonten und Viren
Triebel (BSM, München) Sprecher f.d. Teilbereich Pilze
Waloßek (U-Ulm)
Zeller (HU-Berlin)

Verhindert:
Arntz (AWI, Bremerhaven), Beck (U-Bayreuth), Berns (BMVEL, Bonn), Braun (DLR-DFD), Dathe (ZALF, Eberswalde), Ellenberg (BFH, Hamburg), Fritze (DSMZ, Braunschweig), Georgi (UBA, Berlin), Hagedorn (BBA, Berlin), Höfer (SMN, Karlsruhe), Schönwitz (DFG, Bonn), Schweiggert (U-Ulm), Schwenzfeier (BMU, Bonn),
Steininger (FIS, Frankfurt), Stützel (U-Bochum), Türkay (FIS, Frankfurt)

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