You are here

Bestimmungsliteratur zu Hundertfüßern (Chilopoda)

Ein aktuelle Zusammenfassendes Bestimmungswerk über die Hundertfüßer Mitteleuropas existiert leider nicht. Durch Kombination von neueren und älteren Werken lassen sich die dortigen Arten aber recht zuverlässig bestimmen.

 

Die Bearbeitung von Karl WilhelM Verhoeff in der „Tierwelt Mitteleuropas“ ist teilweise veraltet, und selbst mit den Ergänzungen durch Otto Schubart ist es nicht einfach, die Arten zu bestimmen.

 

Verhoeff, K. W. (1934): Oberklasse Progoneata (Diplopoda, Symphyla, Pauropoda); Oberklasse Opisthogoneata (Chilopoda). - In: Brohmer; Ehrmann; Ulmer: Die Tierwelt Mitteleuropas. 2 (3): 1-120. Leipzig.

Schubart, O. (1967): Oberklasse Progoneata, Oberklasse Opisthogoneata. - In: Brohmer; Ehrmann; Ulmer: Die Tierwelt Mitteleuropas. 2 (3), Ergänzungen: 1-55. Leipzig.

 

Sehr gut sind die beiden Büchlein von Armin Koren. Leider sind sie auf Kärnten beschränkt, so dass viele wichtige Arten fehlen:

 

Koren, A. (1986): Die Chilopoden-Fauna von Kärnten und Osttirol. 1. Geophilomorpha, Scolopendromorpha. - Carinthia II, 43. Sonderheft: 1-87. Klagenfurt.

Koren, A. (1992): Die Chilopodenfauna von Kärnten und Osttirol. 2. Lithobiomorpha. - Carinthia II, 52. Sonderheft: 1-138. Klagenfurt.

 

Ebenfalls sehr gut ist die Bearbeitung von E. H. Eason für die Britischen Inseln, in der jedoch einige in Mitteleuropa auftretende Arten fehlen. Für die mitteleuropäischen Steinläufer hat Eason jedoch einen eigenen Bestimmungsschlüssel geschrieben, der aber nur für einige wiederbeschriebene Arten Abbildungen enthält. Dies ist jedoch derzeit die aktuellste Bearbeitung.

 

Eason, E. H. (1964): Centipedes of the British Isles. - 1-294. London, New York.

Eason, E. H. (1982): A review of the north-west european species of Lithobiomorpha with a revised key to their identification. - Zoological Journal of the Linnean Society, 74: 9-33. London.

 

Die beiden Bücher von Zachiu Matic sind leider in rumänisch geschrieben. Da in ihnen aber etliche osteuropäische Arten abgebildet sind, sind sie trotzdem eine große Hilfe:

 

Matic, Z. (1966): Clasa Chilopoda, subclasa Anamorpha. - Fauna Republicii Socialiste România, 6 (1): 1-266. Bucuresti.

Matic, Z. (1972): Clasa Chilopoda, subclasa Epimorpha. - Fauna Republicii Socialiste România, 6 (2): 1-224. Bucuresti.

 

Recht alt, aber mit hervorragenden Zeichnungen, ist die Bearbeitung von Brölemann für Frankreich:

 

Brölemann, H. W. (1930): Elements d'une faune des Myriapodes de France. Chilopodes. 1-405. Toulouse.

 

Alte, aber dafür weltweite Schlüssel für alle Chilopodengattungen hat Attems im "Handbuch für Zoologie" veröffentlicht. Für die Skolopender und Erdläufer hat er zudem je ein Buch geschrieben, das weltweit alle damals bekannte Arten behandelt. Trotz ihres Alters sind sie auch heute die Grundlage jeder Beschäftigung mit ihnen:

 

Attems, C. (1929): Chilopoda. In: Kükenthal, W. : Handbuch der Zoologie, 4, 1: 239-402. Berlin, Leipzig.

Attems, C. (1929): Myriapoda. 1. Geophilomorpha. In: Das Tierreich, 52: I-XXIII u. 1-388. Walter de Gruyter & Co, Berlin, Leipzig.

Attems, C. (1930): Myriapoda. 2. Scolopendromorpha. In: Das Tierreich, 54: I-XIX u. 1-308. Walter de Gruyter & Co, Berlin, Leipzig.

 

Eine weitere weltweite Bearbeitung, die aber eine Bestimmung nur bis in die Gattungen erlaubt, hat uns Karl Wilhelm Verhoeff hinterlassen. Diese Arbeit fasst alles damals bekannte Wissen über Hundertfüßer zusammen:

 

Verhoeff, K. W. (19302-1926): Gliederfüßler: Arthropoda, II. Abteilung: Myriapoda. 1. Buch: Chilopoda.. - In: Bronn, H. G.: Klassen und Ordnungen des Tierreichs, Bd. 5, Abt. 2: 1-725. Leipzig.

Wer nomenklatorische Informationen zu einem Hundertfüßer sucht, dem sei die online-Datenbank Chilobase ans Herz gelegt.

 

Letzte Bearbeitung: Jörg Spelda 12.04.2011

Mehr als eine Milliarde Biodiversitätsdaten in GBIF

06/07/2018 - 13:30

Am 4. Juli 2018 durchbrach GBIF die Schallmauer von einer Milliarde Biodiversitätsdaten.

AnnoSys als Annotationssystem in GBIF integriert

Virtuelles Herbarium Deutschland jetzt online

Das Virtuelle Herbarium Deutschland (http://vh.gbif.de), abgekürzt VH/de, ist ein neues Internet-Portal, das den freien Zugang zu umfangreichen Pflanzensammlungen aus deutschen Herbarien ermöglicht.

BioCASe Provider kann sich nun mit Excel-Dokumenten verbinden

Über den Biological Collection Access Service (BioCASe) werden Millionen Biodiversitätsdaten aus Deutschland an Biodiversitätsnetzwerke geliefert. Neuigkeiten gibt es aus der BioCASe-Entwicklung

Von Fischen bis zu Kleinalgen – kontinuierlicher Datenfluss von der Diversity Workbench zu GBIF

Seit 15 Jahren entwickelt das Datenzentrum am SNSB

 

Subscribe to GBIF-Deutschland News