Präparations-Erfahrungen mit Oribatiden

Womit stellt man Dauerpräparate her?

Mit Kanadabalsam und mit nichts anderem! Alle anderen Einbettungsmedien haben sich auf  Dauer nicht bewährt!

Übrigens: zum Auflösen von Kanadabalsampräparaten braucht man kein Xylol. Es geht auch mit 100%igem Isopropanol, der ist ungiftiger!

Wie hellt man Orobatiden auf?

Indem man sie in reine Milchsäure überführt. Darin werden sie entweder einen Tag stehen gelassen oder leicht erwärmt. Um ein gutes Bild im Mikroskop zu erhalten ist es grundsätzlich vorteilhaft, die Präparate einen Tag stehen zu lassen.

Und wenn die Tiere immer noch zu dunkel sind?

Dann nicht mit Kalilauge aufhellen, sondern mit Wasserstoffperoxid (30%):

Tiere in ein Uhrglasschälchen mit Wasserstoffperoxid überführen und mit einem Glasplättchen abdecken. Dann eine Halogenleuchte darüber stellen, so dass sich die Flüssigkeit erwärmt und es zu Blasenbildung kommt. Tiere sorgfältig beobachten, wenn sie honiggelb werden, ist der richtige Zeitpunkt sie wieder herauszunehmen. Aufpassen dass die Proben nicht eintrocknen!

Und wie bekommt man die Luft wieder aus dem Tier?

Indem man die Tiere in reinen (100%igen) Alkohol überführt und einen Tag wartet. 

Wie richtet man Oribatiden im Kanadabalsam aus?

Im Oribatidenkanal : 2 Deckgläser werden so auf einen Objektträger gelegt, dass nur ein schmaler Kanal zwischen ihnen frei bleibt. Nun wird in die Rinne Kanadabalsam und das Objekt eingefügt. Obenauf wird ein weiteres Deckglas gelegt. Den noch sehr flüssigen Kanadabalsam z.B. mit einem Fließpapier oder Papiertaschentuch abziehen, bis das Tier sich in der richtigen Position befindet. Dann die beiden Kanalenden mit einem sehr zähen Tropfen blockieren - und fertig ist das Präparat!

Wie präpariert man Mundwerkzeuge?

Erst in Milchsäure, dann in Wasser überführen. Die hygroskopische Wirkung der Milchsäure treibt die Mundwerkzeuge heraus!

Wenn das nicht klappt: mit Nadel herauspulen. Außerdienstliche Empfehlung von unserem Experten: vorher eine Flasche Bier trinken!

Fotographische Aufnahmen von großen Oribatiden (über 300my)

Nicht aufhellen, sondern in Glyzerin unter einen Hohlschliffobjektträger betrachten.

Beleuchtung: Auflicht, Hintergrund dunkelgrau oder braun (ausprobieren) und den Lichteinfallswinkel variieren.

Sehr große und problematische Oribatiden werden mit einem Deckglas gestützt, ein weiteres, darüberliegendes überdeckt das Tier. Eventuell kann man sich „überhöhte Hohlschliffobjektträger“ basteln, indem man Deckgläser am Rand mit Kanadabalsam aufklebt.

Letzte Änderungen: Jörg Spelda  31.07.2008

GBIF Juni 2010

Bereits am 24. Juni 2010 unterzeichneten GBIF und die LifeWatch Infrastruktur für Biodiversitäts- und Ökosytemforschung einen Kooperationsvertrag (Memorandum of Cooperation, MoC). Die Kräfte beider Organisationen sollen für die Entwicklung und Nutzung biodiversitätsinformatischer Infrastrukturen zum Nutzen aller gebündelt werden.

AlgaTerra Daten in GBIF

LifeWatch Survey April 2010

Im Rahmen von LifeWatch WP3 (Wissenschafts-Netzwerk Strategie) läuft noch bis 22. April 2010 eine Umfrage, um zu erfahren, welche wissenschaftlichen Fragestellungen zurzeit noch nicht beantwortet werden können aber in naher Zukunft im Rahmen von LifeWatch beantwortet werden könnten. Es geht um nicht weniger als die Zusammenstellung der künftigen Herausforderungen der Biodiversitätsforschung für Wissenschafts-Netzwerke.

Jahr der Biodiversität 2010

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Die Global Biodiversity Information Facility (GBIF) unterstützt diese Initiative. Die Erhaltung der Biodiversität unserer Erde ist nicht denkbar, ohne die Artenvielfalt und ihre Gefährdungen zu kennen. GBIF leistet seit 2001 einen signifikanten Beitrag zur Kenntnis durch offenen und freien Zugang zu Biodiversitätsdaten, die für Nutzer wie für weitergehende Analysen zur Verfügung stehen.

Paläontologie-Knoten

Die erste Webseite für den Paläontologie-Knoten von GBIF-D wurde erstellt

Life Watch Online Survey launched

The European FP7-ESFRI project LifeWatch, e-science and technology infrastructure for biodiversity research and observatories is now one year into its preparatory phase, and in the next decade, LifeWatch will construct and bring into operation the facilities, hardware, software and governance structures for all aspects of biodiversity research. (...)

Workshop Biodiversitätsinformatik

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik wird es am 28.9. einen halbtägigen "Workshop Biodiversitätsinformatik" geben. Beiträge können bis zum 26.4.2009 eingereicht werden (Weitere Informationen).

GBIF Webseite zieht um

16/03/2009 (All day)
Heute wurde die Portierung der GBIF Deutschlande Website von Zope nach Drupal abgeschlossen. In diesem Zuge wurde der bestehende Inhalt in das CMS Drupal 6.1 unter Beibehaltung der bislang gültigen URLs überführt.
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