Das GBIF Deutschland Programm

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NEU: Aufgaben und Leitung von GBIF-D

Derzeit sind auf der Erde über 1,7 Millionen Organismenarten bekannt und beschrieben. Allein in den naturkundlichen Forschungssammlungen befinden sich zur Zeit über 1,5 Milliarden konservierte Belegexemplare. Zusätzlich existieren weltweit in Forschungseinrichtungen, Datenbanken und Publikationen viele hunderte Millionen Datensätze zur Biodiversität. Diese einzigartigen Daten sind jedoch zum großen Teil nur schwer zugänglich und nicht voll nutzbar.

Ziele der GBIF-Initiative

Um dieses umfangreiche Wissen für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt zugänglich zu machen, wurde 2001 die Global Biodiversity Information Facility - GBIF gegründet. GBIF ist eine offizielle, internationale Einrichtung der Forschungszusammenarbeit mit dem Ziel, wissenschaftliche Daten und Informationen zur Biodiversität in digitaler Form über das Internet weltweit frei und dauerhaft verfügbar zu machen. Dazu wird von GBIF ein dezentral organisiertes, weltumspannendes Netzwerk aus web-basierten Datenbanken virtuell verknüpft und über ein zentrales Portal frei zugänglich gemacht. Schon jetzt sind mehr als 54 Staaten und 43 internationale Organisationen am Aufbau des Netzwerkes beteiligt. Mehr als 203,1 Millionen Biodiversitätsdaten können über das internationale GBIF-Portal abgerufen werden, bereitgestellt von 319 Datenanbietern.

Aufbau und Struktur von GBIF-Deutschland

GBIF Deutschland setzt sich aus acht Knoten (GBIF-D Knotensystem) zusammen, von denen sich sieben an größeren Organismengruppen orientieren (Abb. 1). Die Aufgaben der Knoten bestehen darin, die in Deutschland vorhandenen Informationen zur biologischen Vielfalt zu erfassen, zu digitalisieren und durch Vernetzung mit weiteren Datenbanken virtuell zu vereinen.

Prokaryonten DSMZ, Braunschweig
Botanik BGBM, Berlin
Mykologie BSM, München
Evertebrata I SMNS, Stuttgart
Evertebrata II ZSM, München
Evertebrata III FIS, Frankfurt
Vertebraten ZFMK, Bonn
Paläontologie MfN, Berlin

Abb. 1: Lage der GBIF-D Knoten

Am Knotenaufbau sind 48 bedeutende naturhistorische Sammlungen und Forschungseinrichtungen Deutschlands (Übersicht der Institute) mit insgesamt 66 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekten beteiligt. GBIF Deutschland stellt zur Zeit nahezu 7,4 Millionen Biodiversitätsdaten über das GBIF Portal bereit. Weitere Infos zu den einzelnen Projekten können im Status Report 2004 nachgelesen werden.

Bedeutung der GBIF-Initiative

Die Bereitstellung der vorhandenen Daten zur biologischen Vielfalt über das Internet kann die Effizienz der Biodiversitätsforschung erheblich steigern und eine Unterstützung der Prioritätensetzung bei Forschungs- und Naturschutzvorhaben ermöglichen. Zusätzlich kann ein umfassender Daten- und Informationsaustausch einen enormen Beitrag zur effektiven Umsetzung nationaler Verpflichtungen und mutilateraler Abkommen leisten.

Ausblick

In vielen Forschungseinrichtungen und naturhistorischen Sammlungen wird intensiv an einer erfolgreichen Realisierung der weltweiten Vernetzung von Biodiversitätsdaten gearbeitet. GBIF ermutigt, koordiniert und unterstützt eine weltweite Vernetzung der umfangreichen Daten aus Naturhistorischen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und anderen Datenbanken.

Kontakt:
Prof. Dr. Walter Berendsohn (w.berendsohn[at]bgbm.org); Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, ZE der Freien Universität Berlin, Abt. Biodiversitätsinformatik, Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin
Mitarbeiter:
Wolf-Henning Kusber (w.h.kusber[at]bgbm.org), Alexa Michel (a.michel[at]bgbm.org); Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, ZE der Freien Universität Berlin, Abt. Biodiversitätsinformatik, Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin

27.07.2010

GBIF Juni 2010

Bereits am 24. Juni 2010 unterzeichneten GBIF und die LifeWatch Infrastruktur für Biodiversitäts- und Ökosytemforschung einen Kooperationsvertrag (Memorandum of Cooperation, MoC). Die Kräfte beider Organisationen sollen für die Entwicklung und Nutzung biodiversitätsinformatischer Infrastrukturen zum Nutzen aller gebündelt werden.

AlgaTerra Daten in GBIF

LifeWatch Survey April 2010

Im Rahmen von LifeWatch WP3 (Wissenschafts-Netzwerk Strategie) läuft noch bis 22. April 2010 eine Umfrage, um zu erfahren, welche wissenschaftlichen Fragestellungen zurzeit noch nicht beantwortet werden können aber in naher Zukunft im Rahmen von LifeWatch beantwortet werden könnten. Es geht um nicht weniger als die Zusammenstellung der künftigen Herausforderungen der Biodiversitätsforschung für Wissenschafts-Netzwerke.

Jahr der Biodiversität 2010

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Die Global Biodiversity Information Facility (GBIF) unterstützt diese Initiative. Die Erhaltung der Biodiversität unserer Erde ist nicht denkbar, ohne die Artenvielfalt und ihre Gefährdungen zu kennen. GBIF leistet seit 2001 einen signifikanten Beitrag zur Kenntnis durch offenen und freien Zugang zu Biodiversitätsdaten, die für Nutzer wie für weitergehende Analysen zur Verfügung stehen.

Paläontologie-Knoten

Die erste Webseite für den Paläontologie-Knoten von GBIF-D wurde erstellt

Life Watch Online Survey launched

The European FP7-ESFRI project LifeWatch, e-science and technology infrastructure for biodiversity research and observatories is now one year into its preparatory phase, and in the next decade, LifeWatch will construct and bring into operation the facilities, hardware, software and governance structures for all aspects of biodiversity research. (...)

Workshop Biodiversitätsinformatik

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik wird es am 28.9. einen halbtägigen "Workshop Biodiversitätsinformatik" geben. Beiträge können bis zum 26.4.2009 eingereicht werden (Weitere Informationen).

GBIF Webseite zieht um

16/03/2009 (All day)
Heute wurde die Portierung der GBIF Deutschlande Website von Zope nach Drupal abgeschlossen. In diesem Zuge wurde der bestehende Inhalt in das CMS Drupal 6.1 unter Beibehaltung der bislang gültigen URLs überführt.
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